Berkshire Hathaway vs. S&P 500: Kann Warren Buffett den Markt noch schlagen?

Berkshire Hathaway vs. S&P 500: Kann Warren Buffett den Markt noch schlagen?
© Charlie Rose (YouTube)

Kann Warren Buffet immer noch den Markt schlagen? Ein Vergleich zwischen Berkshire Hathaway und dem S&P 500 liefert die Antwort.

Warren Buffett ist einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Über viele Jahrzehnte hinweg hat der 92-Jährige mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway den US-amerikanischen Index S&P 500 geschlagen. Doch konnte die Börsenlegende auch in den letzten Jahren am Markt vorbeiziehen? Die Antwort auf diese Frage ist leicht gefunden.

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Berkshire Hathaway vs. S&P 500: Wer hat die Nase vorn?

Vergleicht man die Kursentwicklung der Berkshire Hathaway A-Aktie mit der des S&P 500, fällt schnell auf, dass das “Orakel von Omaha” in den letzten Jahren keineswegs schwächelte. Sowohl im 10-Jahres-Vergleich, wie auch im 1-Jahres-Vergleich lässt Buffett die US-Börse im Staub zurück. Eine Rendite-Tabelle verdeutlicht diesen Erfolg:

6 Monate1 Jahr3 Jahre5 Jahre10 Jahre
Berkshire Hathaway13,55 %– 13,23 %71,34 %55,77 %201,91 %
S&P 50010,27 %– 13,36 %56,80 %53,43 %164,86 %
Stand: 29.03.2023

Noch vor zwei Jahren kamen Zweifel an den Fähigkeiten Buffetts auf. Einige glaubten sogar, der Börsengroßmeister sei zu alt geworden, um weiterhin den Markt zu schlagen. Schuld daran war ein großer Fehler Buffetts im Bereich der Airline-Aktien. Nicht lange vor der Corona-Krise baute der 92-Jährige seine Positionen in der Flugindustrie stark aus. Als dann die Pandemie ausbrach und infolgedessen der gesamte Sektor zum Stillstand kam, verkaufte Buffett alle seine Airline-Aktien nahe dem Tiefpunkt.

Ein weiterer Fehler: Buffett stieg erst sehr spät in den Technologiesektor ein. Apple stellt mit 38,90 Prozent heute zwar die größte Aktienposition im Portfolio der Börsenlegende dar, vor dem Jahr 2016 besaß der Investor jedoch kein einziges Papier des Unternehmens. So entgingen dem Multimilliardär teils mächtige Kursgewinne.

Mittlerweile geht es Berkshire Hathaway aber wieder prächtig. Ein Grund dafür ist der Boom im Energiesektor im Jahr 2022. Mit der Chevron Aktie ging es im vergangenen Jahr um 58 Prozent bergauf, während Occidental Petroleum um 119 Prozent nach oben schoss. Beide Aktien nehmen einen beachtlichen Anteil in Buffetts Portfolio ein.

Berkshire Hathaway Aktie oder doch lieber S&P 500 ETF kaufen?

Immer wieder streiten sich Anleger über die Frage, ob man lieber Aktien von Berkshire Hathaway oder einen ETF auf den S&P 500 kaufen sollte. Eine endgültige Antwort darauf gibt es nicht. Beide Arten der Geldanlage bieten Vor- und Nachteile, die individuell abgewägt werden müssen. So bietet Berkshire Hathaway z.B. ein größeres Renditepotenzial, während der S&P 500 durch seine breite Diversifikation am US-Markt überzeugt.

Warren Buffett selbst hat Anlegern in der Vergangenheit immer wieder dazu geraten, mit einem Indexfonds langfristig in die US-Wirtschaft zu investieren. In einem Aktionärstreffen im Jahr 2020 erklärte die Börsenlegende: “Meiner Ansicht nach ist es für die meisten Menschen am besten, einen S&P 500 ETF zu besitzen.” Sogar seiner eigenen Frau hat er diese Empfehlung gegeben. So solle diese nach seinem Ableben 90 Prozent des ihr vererbten Geldes in einen S&P 500 Indexfonds investieren und von dem Rest kurzfristige Staatsanleihen kaufen.

Die rechte Hand von Warren Buffett, Charlie Munger, empfiehlt Anlegern dagegen, auf Berkshire Hathaway zu setzen. Das zumindest ging aus der jährlichen Aktionärsversammlung im Jahr 2021 hervor. Weiterhin sagte Munger dort, das operative Geschäft von Berkshire Hathaway sei dem des US-Markts überlegen.

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