Beliebte Zahlungsmethoden: Wie die Deutschen 2024 im Internet bezahlen

Beliebte Zahlungsmethoden: Wie die Deutschen 2024 im Internet bezahlen
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Die Schnäppchenjagd in Onlineshops gehört mit zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Ob neue Teile für die nächste Party, Schuhe, Gartenzubehör, Sportutensilien, Werkzeuge, oder auch Lebensmittel , so gut wie alles kann heute online geshoppt werden. Anbieter wie Amazon, Zalando oder Alibaba machen es den Kunden einfach. Die Ware oder Dienstleistung in den Einkaufskorb gelegt und bezahlen, fertig! Viele Bestellungen kommen sogar schon am selben oder am nächsten Tag zu Hause an. Doch welche Online-Zahlungsmethoden sind eigentlich die beliebtesten bei den Deutschen? Das Institut statista hat hierzu eine Auswertung herausgegeben. 

Online Bezahldienste wie PayPal und Klarna liegen klar vorn

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In der Statista Untersuchung kam heraus, dass 71 % der Deutschen ihre Waren und Dienstleistungen, die sie online erwerben, mit reinen Online-Zahldiensten bezahlen. Die mit Abstand beliebteste Zahlungsmethode ist PayPal, gefolgt von Klarna. PayPal hat den Vorteil, dass bei der Bestellung von Waren ein umfassender Käuferschutz gewährt wird. Die Ware wird letztendlich erst bezahlt, wenn sie heil und ganz nach den Vorstellungen des Käufers zu Hause angekommen ist. Mit dem E-Wallet können zusätzlich auch schnelle länderübergreifende Überweisungen werden.

Der große Vorteil von Klarna ist, dass Kunden ihre Bestellungen in Raten zahlen können, wenngleich die Zinsen gegenüber Konsumentenkrediten eher etwas höher ausfallen. Die Gebühren bei der Überschreitung von Zahlungsterminen fallen ebenfalls ziemlich hoch aus.

Eine Besonderheit bei Zahlungen im Netz sind Spiele, die um Echtgeld gespielt werden können. Hier sind zum Auffüllen des Spielerkontos Gutscheine wie der Jeton Cash Voucher sehr beliebt, da die Zahlungen damit völlig anonym erfolgen. So erfährt praktisch niemand, ob ein paar Runden Online Roulette oder an Spielautomaten gespielt wurde.

Stark im Kommen bei der Begleichung von Rechnungen sind auch Instant-Payment-Services wie Trustly oder die Sofort-Überweisung von Klarna. Hierbei erfolgt die Zahlung bequem mit dem Handy über eine sichere Anbindung zum Online-Konto bei der Hausbank.

Zahlen mit Kredit- oder Debitkarte

Es gibt nicht wenige, die meinen, dass die Kreditkarte oder Debit-Bankkarte keine sicheren Methoden sind, um online einzukaufen. Das stimmt jedoch nicht ganz. Der Bezahlvorgang ist sicher, da er über ein spezielles Secure-Protokoll abgewickelt wird.

Ein gewisses Risiko gibt es jedoch hinsichtlich der Aufbewahrung der Kreditkartendaten beim Verkäufer, der diese schon rein gesetzlich einige Zeit speichern muss. Die Daten sollten möglichst auf sicheren. externen Servern und nicht in einer firmeneigenen Datei auf dem Server im eigenen Haus gespeichert werden. Hier kam es in der Tat in der Vergangenheit schon zu Datendiebstählen. Ein weiteres Risiko stellt der eigene Rechner zu Hause oder das Handy dar, wenn diese nicht ausreichend gegen Angreifer geschützt sind. Auch Phishing-Mails können bei Unachtsamkeit ein Problem darstellen. Wie auch immer, viele Deutsche bezahlen dennoch mit Visa oder Mastercard. Laut statista werden aktuell etwa 35 % aller Transaktionen über Karten abgewickelt. Viele nehmen Kreditkartenzahlungen auch mit Hilfe von Anbindungen über Apple Pay oder Google Pay vor.

Zahlen auf Rechnung

Die Ware zusenden lassen und danach auf Rechnung bezahlen? Ja, auch das gibt es noch. Vor allem Geschäftskunden, die im B2B-Geschäftsverkehr Bestellungen aufgeben, profitieren von dieser Möglichkeit. Zahlungsziele von 30 Tagen oder mehr sind dabei nicht selten. Umgekehrt können Besteller von Skonto-Rabatten profitieren, wenn die Zahlung eher erfolgt. Die Begleichung der Rechnung erfolgt üblicherweise per SEPA-Banküberweisung. Privatkunden können bei einigen Händlern und Dienstleistern ebenso per Rechnung bezahlen. Jedoch müssen sie sich hierzu als zuverlässig zahlende Kunden erwiesen haben oder eine Bonitätsprüfung über sich ergehen lassen.  

Online-Zahlungen mit Gutscheinen

Bei vielen Online-Händlern kann auch mit Gutscheinen oder Gutscheincodes bezahlt werden. Diese werden entweder im Rahmen von Promotionen herausgegeben oder auch über Gutscheinseiten und stationäre Verkaufsstellen vertrieben. Dabei gibt es zwei Arten von Gutscheinen: Die an einen bestimmten Online-Händler oder Dienstleister gebunden sind und solche, die von vielen Anbietern akzeptiert werden. Beispiele für Letzteres sind paysafecard, CashtoCode oder Jeton, die hauptsächlich in Online Casinos oder bei Online Wettanbietern zum Einsatz kommen.

Zahlungen mit Vorkasse

Manche Online-Verkäufer wollen lieber auf Nummer sicher gehen und verlangen von ihren Kunden Vorkasse. Das Zahlen mit Vorkasse ist bei Kunden jedoch wenig beliebt, sodass es auch nicht weiter verwundert, dass diese Zahlungsart nur von 20 % der Kunden schon einmal genutzt wurde. Vorkasse als Zahlungsmethode ist jedoch dann sinnvoll, wenn eine bestellte Ware oder Dienstleistung nach den individuellen Wünschen der Kunden angefertigt beziehungsweise in Auftrag gegeben wird.

Was tun, wenn Unbefugte mit meinen Daten zahlen?

In jedem Fall sollte die Kreditkartenrechnung immer sorgfältig geprüft werden. Die meisten Ausgeber ermöglichen auch einen Online Check zwischendurch, sodass Kunden jederzeit die Kontrolle behalten können. Falls unberechtigte Abbuchungen festgestellt werden, sollte sofort mit dem Ausgeber der Karte Kontakt aufgenommen werden. Die meisten Anbieter halten hierfür eine 24/7-Hotline vor. Zu prüfen ist auch, ob gegebenenfalls ein Chargeback durchgeführt werden kann.

Das gleiche gilt übrigens für Debitkarten. Hier sind zwar keine Chargebacks möglich, aber falls nachgewiesen werden kann, dass eine Abbuchung zu Unrecht erfolgte und kein Verdacht vorliegt, dass die Kartendaten inklusive PIN für andere zugänglich waren, erstatten die meisten Banken den abgebuchten Betrag.

Die ausgegebene Karte wird zudem gesperrt und eine neue ausgestellt. Bei unberechtigten Abbuchungen vom PayPal-Konto kann auf der Webseite von PayPal beziehungsweise über die App direkt Kontakt zum Kundenservice aufgenommen und die Abbuchung beanstandet werden. In jedem Fall sollten Kunden ihren Rechner zu Hause oder ihr Handy mit Passwörtern schützen und die jeweils neuesten Antivirenprogramme installieren.

Vorsicht ist auch bei E-Mails geboten, mit denen Phishing-Attacken gestartet werden. Diese lassen sich recht leicht an der Versenderadresse erkennen. Hier heißt es, wenn möglich, gar nicht erst öffnen und als Spam melden und auf gar keinen Fall persönliche Daten oder PIN’s beziehungsweise Passwörter eingeben.

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