Beate Sander: 4 Tipps der Börsen-Oma, um den Markt zu schlagen

Beate Sander: 4 Tipps der Börsen-Oma, um den Markt zu schlagen
© SWR (YouTube)

Beate Sander war vielen Menschen als Börsen-Oma bekannt. Im Folgenden möchten wir dir 4 Tipps der deutschen Aktienmillionärin vorstellen.

Beate Sander begann sich im Alter von 59 Jahren für die Börse zu interessieren. Ihr Startkapital: 30.000 Euro, die sie im Laufe ihres Lebens als Realschullehrerin angesammelt hatte. Nur 15 Jahre später verfügte die Ulmerin über ein Vermögen von einer Million Euro. Als sie im September 2020 im Alter von 82 Jahren starb, hinterließ sie ihrer Familie fast drei Millionen Euro in Wertpapieren.

Um herauszufinden, wie Beate Sander so erfolgreich wurde, muss man nicht lange suchen. Die liebevolle und direkte Dame, welche in der Öffentlichkeit Börsen-Oma getauft wurde, schrieb ihre “Hoch-Tief-Mut”-Strategie in mehreren Büchern nieder und gab zahlreiche Interviews im Internet wie im Fernsehen. Im Folgenden möchten wir dir 4 Tipps vorstellen, welche die Aktienmillionärin immer wieder aussprach.

Achtung: Die Börsen-Oma war eine Freundin der ETFs. Auch wenn sie selbst keine Fonds besaß, riet sie Anfängern dazu, erst einmal einen Index nachzubilden. Der Handel mit Einzelaktien erfordert mehr Expertise als der Kauf von ETFs.

Tipp 1: Diversifiziere dein Portfolio

Eines der berühmtesten Zitate Sanders lautete: “Breit gestreut, nie bereut”. Die Börsen-Oma war der Überzeugung, dass ein gutes Portfolio diversifiziert sein sollte. Aus diesem Grund riet sie Anlegern dazu, in mehrere Aktien aus unterschiedlichen Ländern und Branchen zu investieren. Zudem empfahl sie nicht nur Large-Caps, also Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 10 Milliarden Dollar ins Depot aufzunehmen, sondern auch Mid- und Small-Caps.

Durch die breite Streuung minimieren Anleger das Risiko, unter großen Kursschwankungen zu leiden. Die Verluste der einen Aktienklasse können schließlich durch die Gewinne einer anderen ausgeglichen werden. Beate Sander selbst besaß bis zu ihrem Tod etwa 120 Aktien.

Auch interessant: Warren Buffett – Wie du von der Strategie des Börsengurus profitieren kannst, ohne selbst viel zu tun

Tipp 2: Nutze den Crash zu deinem Vorteil

Schon Börsenlegende Warren Buffett sagte einst: “Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind”. Diesen Investmentansatz verfolgte auch Beate Sander. Wenn es mit einem Wertpapier nach unten ging, weil z.B. ein Börsencrash eintrat, vergrößerte die Anlegerin ihre Position. Hatte sich eine Aktie im Wert mindestens verdoppelt und ihr Allzeithoch erreicht, verkaufte Sander einen Teil davon. Wichtig hierbei war, wirklich nur einen Teil zu verkaufen, um noch von möglichen Wertsteigerungen profitieren zu können.

Wichtig: Wenn sie neue Aktien erwarb, achtete Sander darauf, keine “Schrotthaufen” auszuwählen – so nannte die Börsen-Oma Wertpapiere, die nicht ihren Qualitätsansprüchen genügten.

Tipp 3: Kaufe nur Qualitätsaktien

Manchmal befinden sich bestimmte Aktien zu unrecht im Hype. Beate Sander achtete darauf, sich niemals vom Mainstream beeinflussen zu lassen. Das riet sie auch ihren Lesern. Stattdessen setzte die Börsen-Oma auf Titel, die ihren eigens festgelegten Qualitätsstandards entsprachen.

Um die Qualität eines Unternehmens zu bestimmen, warf Sander einen Blick auf dessen Bilanz. Sie mochte es, wenn ein Betrieb gering verschuldet war, eine hohe Eigenkapitalquote besaß und stabile Wachstumsraten aufwies. Darüber hinaus nutzte die Millionärin Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis, um herauszufinden, ob eine Aktie über- oder unterbewertet war. Besonders gerne investierte Sander in Zukunftsbranchen, wo sie zumeist ihre höchsten Renditen einfuhr.

Alle Auswahlkriterien der Börsen-Oma lassen sich in diesem kurzen Artikel nicht beschreiben. Wenn du mehr über ihre Stock-Picking-Strategie herausfinden möchtest, empfehlen wir dir das von Sander geschriebene Buch “Die besten Aktien findet man nicht im DAX: Mit der Hoch-Tief-Mut-Strategie zum Erfolg”*.

Tipp 4: Reinvestiere die Dividende

Wenn Beate Sander eine Dividende erhielt, kaufte sie davon neue Unternehmensanteile. So konnte sie vom Zinseszinseffekt profitieren. Der Zinseszinseffekt entsteht, wenn auf Zinserträge neue Zinsen gezahlt werden und das angelegte Kapital auf diese Weise schneller anwächst. Im Gegensatz zum einfachen Zins steigt das Kapital hierbei nicht linear, sondern exponentiell an.

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