Bankenkrise: Wie ETF-Anleger jetzt reagieren sollten

Bankenkrise: Wie ETF-Anleger jetzt reagieren sollten
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Die Bankenkrise sorgt für Unruhe an den Aktienmärkten. Wie sollten ETF-Anleger die aktuelle Marktsituation bewältigen?

Eigentlich wäre es die perfekte Aktienrallye zum Jahresauftakt gewesen. Nach einem blutigen Börsenjahr 2022 notierte der DAX im Januar 8,7 Prozent im Plus. Der S&P 500 erlebte im selben Zeitraum einen Kursanstieg von 4,8 Prozent. Doch als Mitte Februar die Silicon Valley Bank Pleite ging und wenig später die Credit Suisse zusammenbrach, machte sich Panik an der Börse breit.

Der DAX und der S&P 500 notieren seit Jahresanfang zwar immer noch im Plus, doch vor allem bei Bankaktien ging es in den letzten Wochen steil bergab. So bekamen die Commerzbank und die Deutsche Bank in den letzten 30 Tagen z.B. hohe zweistellige Kursverluste zu spüren. Einige Experten befürchten, dass sich die wahren Folgen der Bankenkrise erst noch offenbaren werden. Vorsichtshalber flüchten sich deshalb bereits viele Anleger in Gold als sicheren Hafen.

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Bankenkrise: Wie sollten sich ETF-Anleger jetzt verhalten?

ETF-Anleger sollten sich von dem aktuellen Börsentrubel nicht verrückt machen lassen. Zum einen ist der Schaden, der durch die Bankenkrise entstanden ist, noch recht überschaubar. Zum anderen kann jeder langfristig orientierte ETF-Anleger größere Kursverluste einfach aussitzen. Denn selbst von heftigen Krisen haben sich Indizes wie der DAX, der S&P 500 oder der MSCI World in der Vergangenheit stets erholt.

Wer jetzt seine ETF-Anteile verkauft, begeht möglicherweise einen großen Fehler. Denn dann werden die, bislang nur abstrakten Kursverluste, zu realen Verlusten. Zudem könnte es sehr schwierig werden, einen geeigneten Wiedereinstiegspunkt zu erwischen. Auch darf man nicht vergessen, dass für diesen Schritt gleich zweimal Ordergebühren anfallen.

Anstatt Anteile zu veräußern, kann es in Krisenzeiten sogar Sinn machen, neue Anteile zu kaufen. Denn wenn die Börsenkurse nach unten schnellen, lassen sich ETFs zu Spottpreisen erwerben. Nicht umsonst sagt der Finanzexperte Gerd Kommer, ETF-Anleger sollten “für einen Aktiencrash beten”.

Sollte ich meinen ETF-Sparplan jetzt pausieren?

Stoppen solltest du deinen ETF-Sparplan jetzt auf keinen Fall. Denn wenn es an der Börse nach unten geht, bekommst du für die gleiche regelmäßige Sparsumme mehr ETF-Anteile als zuvor. Du profitierst also von den fallenden Kursverlusten. Auf Grund dessen kann es sogar Sinn machen, die Sparrate deines ETF-Sparplans aufzustocken. Danach heißt es einfach nur abwarten, bis sich die Börsenkurse wieder erholen.

ETF-Sparpläne kannst du beim Online-Broker Trade Republic* kostenlos besparen. Neben Indexfonds lassen sich dort auch Aktien, Derivate und Kryptowährungen handeln. Momentan erhalten Anleger dort außerdem 2,0 Prozent Zinsen pro Jahr auf ihr Bargeld.

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