Aktiencrash voraus! Ökonom Nouriel Roubini mit eindringlicher Warnung

Aktiencrash voraus! Ökonom Nouriel Roubini mit eindringlicher Warnung
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Der Wirtschaftswissenschaftler Nouriel Roubini schlägt wieder Alarm. Er würde empfehlen, US-Aktien zu verkaufen, da sie um zehn Prozent fallen könnten.

Der Ökonom Nouriel Roubini empfiehlt, US-Aktien für den Rest des Jahres zu shorten. Damit bekräftigt er seine Prognose, dass ein Kursrückgang von zehn Prozent bevorsteht. Angesichts der Ereignisse in den USA und in der Weltwirtschaft, der steigenden Ölpreise und der immer noch hartnäckigen Inflation sowie der Tatsache, dass die Fed und andere Zentralbanken die Zinsen noch nicht erhöht haben, ist dies durchaus möglich, sagte er am Montag im Interview mit Bloomberg.

Der Rest der Welt noch stärker betroffen

Roubini ist für seine pessimistischen Wirtschaftsprognosen bekannt. Sie brachten ihm den Spitznamen “Dr. Doom” ein, was übersetzt Dr. Weltuntergang bedeutet. Gleichzeitig ist Roubini einer der renommiertesten Ökonomen der Vereinigten Staaten, der zeitweise als Berater des Finanzministeriums tätig war. Seine Vorhersagen sollten entsprechend ernst genommen werden.

Der Wirtschaftswissenschaftler prognostiziert auch, dass die Aktien anderen Märkten der Welt noch stärker fallen könnten als in den USA. Der Rest der Welt ist noch schlimmer”, sagte er. “In den USA könnte es eine holprige Landung geben. Aber in der Eurozone und im Vereinigten Königreich sprechen wir von Inflation und Stagflation mit Rezession.”

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Neue “normale” Inflationsrate von 3 bis 4 Prozent?

Zwar haben die USA eine niedrigere Inflationsrate von 3,7 Prozent. Es sei allerdings ein Irrtum, wenn die Märkte davon ausgingen, dass die US-Notenbank bald mit einer Lockerung der Zinssätze beginnen würde. “Sie können nicht sagen, dass sie fertig sind. Die Gesamtinflation steigt, die Ölpreise steigen, es ist möglich, dass es eine weitere Zinserhöhung geben wird”, erklärt Roubini.

Der Ökonom schätzt, dass die Fed die Zinsen frühestens Mitte 2024 senken wird, um der Inflation entgegenzuwirken. Dennoch rechnet er nicht damit, dass die Zentralbank die Inflation wieder in Richtung der Zielrate von zwei Prozent bringen wird. Stattdessen solle die Weltwirtschaft in eine Ära stagflationärer Instabilität abgleiten.

Währenddessen würden laut Roubini auch die Staatsausgaben steigen, um kommenden Krisen wie der wachsenden Ungleichheit und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Da die US-Staatsdefizite jedoch bereits jetzt in die Höhe schießen, werde die Fed gezwungen sein, die Schulden zu monetarisieren, was die Inflation in die Höhe treibt. Langfristig rechnet Roubini deshalb mit einer “neuen normalen” Inflationsrate in den entwickelten Volkswirtschaften von drei bis vier Prozent.

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