Aktien verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Aktien verkaufen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
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Fast jeder Anleger kauft Aktien, um diese später mit Gewinn zu verkaufen. Wann der richtige und wann der falsche Zeitpunkt dafür ist, erfährst du hier.

Wer nicht gerade vorhat, seine Aktien zu vererben, wird diese früher oder später wieder verkaufen. Ziel ist dabei natürlich, einen möglichst hohen Gewinn einzufahren. Im Idealfall werden die Unternehmensanteile deshalb auf ihrem Höhepunkt beziehungsweise kurz vor einem Crash veräußert. Das Problem: Wann dieser Moment gekommen ist, weiß niemand so genau.

Wann sollte ich meine Aktien verkaufen?

Selbst die fähigsten Investoren sind nicht in der Lage, den Markt zu timen. Aus diesem Grund sollten auch Privatanleger von dem Gedanken absehen, immer den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Zu langes Warten kann theoretisch auch zu schlechteren Renditen führen. Aber wann sollte man dann seine Aktien verkaufen?

Generell gilt bei Aktienverkäufen: Lieber zu früh als zu spät. Gier ist kein guter Ratgeber. Dies gilt insbesondere für Aktionäre mit kurz- oder mittelfristigem Anlagehorizont, aber auch langfristige orientierte Investoren können betroffen sein, wenn es beispielsweise zu langfristigen Branchenkrisen kommt. Wer sich vor seiner eigenen Gier schützen möchte, kann Limits festlegen, die Aktien bei einem bestimmten Preis automatisch verkaufen.

Eine weitere Regel, der viele Branchenexperten folgen, orientiert sich an der Frage: Bin ich von der Aktie beziehungsweise dem dahinterstehenden Unternehmen und seinen Produkten noch überzeugt? Falls die Antwort “Ja” lautet, sollte sie im Depot bleiben. Falls nein, hat sie dort nichts mehr verloren und sollte verkauft werden.

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Welche Kosten entstehen beim Verkauf?

Aktien verursachen Kosten – auch beim Verkauf. Zunächst entstehen Ordergebühren, die an den Broker oder die Bank zu entrichten sind. Die Höhe dieser Gebühren variiert von Anbieter zu Anbieter, weshalb es sich lohnt die Gebühren bei verschiedenen Anbietern regelmäßig zu vergleichen. Mit nur einem Euro Fremdkostenpauschale gehört Trade Republic* derzeit zu den günstigsten Online-Brokern in Deutschland.

S0bald du deine Aktiengewinne realisieren möchtest, fallen außerdem Steuern an. Die abzuführende Steuer aus Kapitalerträgen setzt sich aus verschiedenen Steuersätzen zusammen. 25 Prozent Kapitalertragssteuer inklusive 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, woraus sich eine Gesamtbelastung von 26,38 Prozent ergibt. Allerdings können Anleger den Freibetrag nutzen.

Wann du Aktien auf keinen Fall verkaufen solltest

Wann du deine Aktien verkaufen solltest, ist auch von deinem Anlageziel beziehungsweise deiner Strategie abhängig. Das macht es schwierig, einen allgemeinen Ratschlag zu geben. Fest steht, dass du eines auf keinen Fall tun solltest: Emotional handeln. Bevor du dich von deinen Anteilen trennst, denke einige Zeit darüber nach und lasse dich von fallenden Kursen nicht einschüchtern.

Um Verluste zu minimieren ist es auch ratsam, nicht zu viele Aktienkäufe- und verkäufe durchzuführen. Wie bereits oben erwähnt, fallen bei jeder Transaktion Ordergebühren an, die deine Rendite schmälern. Für jede Position, die du eröffnest, muss du außerdem den sogenannten Spread, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, bezahlen.

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