Ab dem 1. Januar 2023 in Kraft: Neues Gesetz schränkt Bargeldzahlungen ein

Ab dem 1. Januar 2023 in Kraft: Neues Gesetz schränkt Bargeldzahlungen ein
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Ab dem 1. Januar 2023 greift ein neues Gesetz, das Bargeldzahlungen einschränkt. Auch über eine Obergrenze wird in der Politik schon diskutiert.

Bargeld ist unter Deutschen noch immer sehr beliebt. 1.364 Euro im Durchschnitt sollen Haushalte laut einer Umfrage der Deutschen Bundesbank zu Hause liegen haben. Verboten ist das nicht, allerdings plant die Bundesregierung, Zahlungen mit Bargeld künftig stärker einzuschränken. Schon zum Neujahresanfang tritt diesbezüglich ein neues Gesetz in Kraft.

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Steht das Bargeld vor dem Aus?

Das Sanktionsdurchsetzungsgesetz II wurde vor wenigen Monaten beschlossen und tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Es verbietet den Erwerb von Immobilien wie Grundstücken, Häusern und Wohnungen in bar und erweitert damit das Geldwäschegesetz. Viele sehen das Gesetz als ersten Schritt zur Abschaffung des Bargelds, besonders in Verbindung mit einer Bargeldobergrenze, über die seit einiger Zeit in der Politik diskutiert wird.

So erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser im November, sie setze sich für eine allgemeine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ein. Der Besitz von Scheinen und Münzen in beliebiger Höhe wäre damit zwar noch erlaubt, Bargeldgeschäfte aber nur noch bis 10.000 Euro möglich. Größere Zahlungen würden illegal.

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Mehr Scheine und Münzen in Umlauf

Auch den digitalen Euro sehen viele als ein Anzeichen für das Ende des Bargelds. Dieser wäre, sollte er tatsächlich kommen, eine digitale Form der europäischen Währung. Ob Münzen und Scheine im Zuge dessen abgeschafft werden, bleibt allerdings fraglich, denn jedes Jahr gelangt mehr und mehr Bargeld in Umlauf.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank ist der Banknotenumlauf in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um etwa sechs Prozent pro Jahr gestiegen. Mit einem Wert von über 1,5 Billionen Euro zum Jahresende 2021 hat sich dieser seit Erstausgabe des Euros im Jahr 2002 fast versiebenfacht. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung steigt die Bargeldmenge also. Eine Abschaffung ist in naher Zukunft wohl nicht zu erwarten.

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