100.000 Euro anlegen: So geht’s richtig

100.000 Euro anlegen: So geht's richtig
© Adobe Stock

100.000 Euro sind eine stolze Summe, welche du auf verschiedene Wege anlegen kannst. Natürlich ist die Angst groß, dabei einen Fehler zu machen. Wir zeigen dir, worauf es ankommt.

Egal ob vererbt oder selbst angespart: 100.000 Euro sind ein stolzer Betrag, den du nicht auf dem Girokonto versauern lassen solltest. Stattdessen empfiehlt es sich, dein Vermögen mit einer individuellen Strategie sinnvoll anzulegen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. In diesem Beitrag gehen wir auf die einzelnen Optionen genauer ein und verraten dir, wie du eine für dich passende Anlagestrategie ermittelst.

300x250

Was du bei der Geldanlage beachten solltest

Am Anfang steht die Analyse deiner momentanen Finanzsituation und Ziele. Wenn du 100.000 Euro anlegen möchtest, überlege dir zunächst, welchem Zweck die Geldanlage überhaupt dient. Sparst du für ein Eigenheim, deine Altersvorsorge oder geht es um den reinen Vermögensaufbau? Welche Rolle spielen dabei Sicherheit und Rendite? Bevor du dein Geld investierst, stelle dir also die folgenden Fragen:

Ziele: Was möchte ich mit meiner Geldanlage erreichen? Diese Entscheidung ist wichtig, um die richtige Anlagestrategie zu ermitteln. Sie nimmt auch Einfluss auf den Anlagehorizont und deine Risikobereitschaft.

Anlagehorizont: Werden die 100.000 Euro zu einem konkreten Zeitpunkt benötigt oder ist der Zeitraum für die Anlage unbefristet? Je nach Anlagehorizont beziehungsweise Flexibilität kommen entweder kurzfristige oder langfristige Finanzanlagen in Frage.

Risikobereitschaft: Welches Risiko bist du bereit einzugehen? Als risikoscheuer Anlegertyp solltest du Anlageformen mit starken Kursschwankungen eher meiden. Gleichzeitig musst du auch auf eventuell höhere Renditen verzichten.

Auch interessant: Geld kurzfristig anlegen: Die Möglichkeiten im Überblick

5 Möglichkeiten, um 100.000 Euro sinnvoll anzulegen

Hast du die wichtigsten Fragen geklärt, kannst du dich der Auswahl geeigneter Finanzprodukte widmen. Wie bereits erwähnt, gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten. Informiere dich im Vorfeld ausgiebig, insbesondere wenn du einen höheren Betrag wie 100.000 Euro anlegen willst, über die Funktionsweise der einzelnen Produkte. Fehler können dich teuer zu stehen kommen. Hier sind 5 Vorschläge, wie du deine 100.000 Euro gewinnbringend anlegen könntest:

Sofortrente

Bei der Sofortrente zahlst du einmalig einen Geldbetrag an einen Versicherer. Im Gegenzug erhältst du eine garantierte monatliche Zahlung. Diese Rente wird in der Regel sofort nach Abschluss der Versicherung ausgezahlt und läuft dann für den Rest deines Lebens weiter.

Die Höhe der Rente hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören beispielsweise dein Alter zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, die Höhe der Einmalzahlung sowie die aktuellen Zinsen. Ob eine Sofortrente für dich in Frage kommt, hängt in erster Linie davon ab, ob du dir eine sichere Rente bis an dein Lebensende wünscht. Geeignet ist sie vor allem für Menschen, die bereits kurz vor dem Rentenalter stehen und kein Risiko eingehen möchten.

Festgeld

In Zeiten hoher Zinsen ist Festgeld eine attraktive Anlagemöglichkeit. Dabei legst du dein Geld für einen fest vereinbarten Zeitraum an. Im Gegenzug erhältst du von der Bank einen festgeschriebenen Zinssatz, der sich während der Laufzeit des Festgelds nicht verändert. Eine Festgeldanlage* bietet den Vorteil, dass keine Kursverluste entstehen und die Einlagen bis 100.000 Euro der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen. Ein Nachteil ist die geringe Flexibilität. Vorzeitig zu kündigen ist beim Festgeld in der Regel nicht möglich.

ETFs und Fonds

Sowohl zur Altersvorsorge als auch zum langfristigen Vermögensaufbau sind Aktien-ETFs und -fonds hervorragend geeignet. Anleger tragen zwar ein höheres Risiko als bei Festgeld oder der Sofortrente, können aber auch eine höhere Rendite erwarten. Wichtig ist nur, das etwaige Kursschwankungen ausgesessen werden. Denn erst über einen längeren Zeitraum von fünf bis zehn Jahren können Aktienanlagen ihre Vorteile ausspielen.

ETFs unterscheiden sich gegenüber herkömmlichen Fonds hauptsächlich in dem Punkt, dass sie nicht aktiv verwaltet werden und einen Index nachbilden. Dadurch fallen die Gebühren für Anleger meist niedriger aus. 100.000 Euro sind in einem breitgestreuten ETF sicherlich nicht schlecht investiert. Eine große Auswahl an ETFs wirst du beim Neobroker Trade Republic finden. Die Depoteröffnung* ist kostenlos.

Immobilien

Egal ob eigenes Haus oder Eigentumswohnung: Immobilien gelten als solide Vermögensanlage. Mit 100.000 Euro ist der Grundstein bereits gelegt. Die Sparkasse empfiehlt, dass mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten für den Erwerb einer Immobilie durch eigenes Kapital abgedeckt werden sollten. Besser wäre noch mehr. Denn je höher dein Anteil an Eigenkapital ist, umso weniger Kredit musst du für die Finanzierung aufnehmen – und umso weniger kostet die Finanzierung.

Gold

Gerade in Krisenzeiten setzen viele Anleger auf Gold als Wertanlage. Kein Wunder: Schließlich wird das glänzende Edelmetall schon seit Jahrtausenden begehrt. Trotzdem ist auch Gold Kursschwankungen unterlegen, die ein kurzfristiges Investment unattraktiv machen. Wer in Gold investiert, muss Geduld aufbringen. Da sich der Kurs meist entgegengesetzt entwickelt, stellt Gold eine sinnvolle Ergänzung zu Aktien dar.

100.000 Euro anlegen: So geht's richtig
100.000 Euro kannst du auch gewinnbringend in Gold anlegen | © Adobe Stock

100.000 Euro anlegen – das ist noch wichtig

Bevor verfügbares Geld angelegt wird, ist es oftmals ratsam, zunächst Schulden zu tilgen. Steht dir eine größere Summe wie 100.000 Euro zur Verfügung und du bezahlst noch einen Kredit ab, kannst du die Möglichkeit der Sondertilgung nutzen. Die Kreditzinsen, die du dadurch einsparst, sind vermutlich höher als die Zinsen von Anlageformen wie Festgeld. Überprüfe deshalb unbedingt, ob eine Rückzahlung nicht mehr Sinn machen könnte.

Ein zentraler Grundsatz der Geldanlage ist außerdem die Risikostreuung. Das bedeutet, dass du dein Vermögen idealerweise auf mehrere unterschiedliche Anlageklassen aufteilst. Durch eine breite Risikostreuung verringert sich die Gefahr, in schlechten Zeiten Verluste zu machen. Aktien, Immobilien, Festgeld und Gold lassen sich aufgrund ihrer verschiedenen Eigenschaften auch gut miteinander kombinieren. Wie du die jeweiligen Geldanlagen gewichtest, hängt von deiner Risikobereitschaft ab.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts