Warren Buffett: Was denkt die Börsenlegende eigentlich über ETFs?

Warren Buffett veröffentlicht Portfolio: Diese Aktien hat der Star-Investor 2021 eingekauft
© Yahoo Finance (YouTube)

Das Heraussuchen einzelner Top-Aktien verhalf Warren Buffett zu unsagbarem Reichtum. Wir verraten dir, was die Börsenlegende über ETFs und passives Investieren denkt.

Warren Buffett gilt als erfolgreichster Investor der Welt. Mit seiner Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway erzielte er von 1965 bis 2021 eine Rendite von 20,1 Prozent jährlich. Zum Vergleich: Der US-amerikanische S&P 500-Index schaffte es im selben Zeitraum auf gerade mal 10,5 Prozent. Derartige Renditen vollbringt der Börsenmogul nur, weil ausschließlich die besten und vielversprechendsten Aktien in seinem Portfolio landen.

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Warren Buffett: Freund der ETFs und Indexfonds

Nun könnte man meinen, dass Buffett auch anderen Anlegern empfehlen würde, Stock Picking zu betreiben. Immerhin erzielte er ja selbst unglaubliche Erfolge mit dieser Strategie. Tatsächlich zeigt sich der 91-Jährige jedoch als großer Befürworter des passiven Investierens.

In der Vergangenheit erklärte das “Orakel von Omaha” bereits des Öfteren, dass der durchschnittliche Anleger Indexfonds oder ETFs kaufen sollte. Stock Picking eigne sich, Buffett zufolge, nur für Menschen, die wissen, was sie tun.

Wie stark der US-Amerikaner hinter dieser Aussage steht, zeigt ein Eintrag aus seinem Testament. Wie Buffett in einem Aktionärsbrief aus 2013 verriet, steht dort geschrieben, dass seine Frau das ihr vererbte Geld zu 90 Prozent in einen S&P 500-Indexfonds investieren solle. Mit den restlichen 10 Prozent solle sie kurzfristige Staatsanleihen kaufen.

Warren Buffett weiß, dass die meisten Anleger nicht in der Lage dazu sind, den Markt zu schlagen. Vom Indexfonds-Erfinder und Vanguard-Chef Jack Bogle ist er, eigenen Aussagen zufolge, ein großer Fan. In einem Aktionärsbrief aus 2014 schrieb er, dass sich Anleger, die Angst vor bedeutungslosen Kursschwankungen haben, ein “lebenslang gutes Einkommen hätten sichern können”, wenn sie einfach einen “sehr günstigen Indexfonds gekauft hätten”, dessen Dividenden im Laufe der Jahre “nach oben tendierten und dessen Kapital (mit vielen Höhen und Tiefen) ebenfalls wuchs.”

Das “Orakel von Omaha” über Fondsmanager

Aktiv gemanagte Fonds betrachtet die Börsenlegende kritisch. Ob die Erfolgsrenditen eines Fondsmanagers auf Glück oder Talent zurückzuführen sind, lasse sich auf kurze Sicht nur schwer feststellen. Die meisten Anlageberater seien, Buffett zufolge, viel besser im Erwirtschaften hoher Gebühren, als in der Erzielung hoher Renditen. In Wahrheit sei ihre Kernkompetenz der Verkauf.

Zeitgenössische Studien geben dem Star-Investor recht. So zeigte eine SPIVA-Untersuchung aus dem Jahr 2020 beispielsweise, dass rund 90 Prozent der aktiven Fonds über einen Zeitraum von 20 Jahren nicht den S&P schlagen konnten. Selbst über einen Zeitraum von 5 Jahren underperformten die meisten Fonds ihren Vergleichsindex. Die 2013er-Studie “A Case for Index Fund Portfolios” der Finanzanalysten Ferri und Benke argumentiert ebenfalls gegen aktive Fonds.

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