Von George Soros bis Warren Buffett: Die 10 wichtigsten Investoren aller Zeiten

Von George Soros bis Warren Buffett: Die 10 wichtigsten Investoren aller Zeiten
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Investoren gibt es viele, aber nur wenige haben die Finanzwelt nachhaltig geprägt. Wir stellen die 10 einflussreichsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der Branche vor.

Warren Buffett kennt fast jeder, aber wie steht es um Benjamin Graham, Carl Icahn und Sir John Templeton? Die größten Investoren der Welt sind außerhalb ihrer Branche nicht unbedingt berühmt. Dabei haben sie den Kapitalmarkt und die Art, wie wir mit unserem Geld umgehen, nachhaltig beeinflusst. Von ihren selbst gegründeten Unternehmen und ihren Anlagephilosophien könntest du schon gehört haben.

10. Michael Steinhardt

Michael Steinhardt ist ein US-amerikanischer Milliardär, Hedgefonds-Manager und für seine Liebe zu Antiquitäten bekannt. 1967 gründete er mit Steinhardt Partners einen der erfolgreichsten Hedgefonds der Welt. Anlegern rät er zu risikoreichen Investments, insofern sie Sorge dafür tragen, dass der Gewinn hoch genug ist, ist um die investierte Zeit und Mühe zu rechtfertigen.

9. Carl Icahn

Die lebende Filmvorlage für Oliver Stones “Wall Street” und einer umstrittensten Investoren: Carl Icahn ist Mehrheitsaktionär sowie Gründer von Icahn Enterprises und besitzt Aktienanteile in vielen Industriezweigen wie Spiele, Kleidung, Metall und Schienenverkehr. Einen Teil seines Vermögens erreichte er außerdem durch den günstigen Kauf von Unternehmen, die in finanzieller Schieflage waren, um sie anschließend zu zerschlagen.

8. Peter Lynch

Als Fondsmanager des Fidelity Magellan-Fonds erzielte Peter Lynch für seine Anleger eine jährliche Rendite von 29,2 Prozent. Wie ihm dies in seiner 13-jährigen Amtszeit unter anderem gelingen konnte, verrät er in seinen Büchern. “Der Börse einen Schritt voraus” ist ein internationaler Bestseller und ebnet Anlegern den Einstieg in die Börse. Lynch folgte dem Grundsatz “Kaufe nur, was du auch kennst” und empfiehlt, in jene Unternehmen zu investieren, von deren Geschäftsmodell man in erster Linie selbst überzeugt ist.

7. Sir John Templeton

John Templeton ist der Schöpfer des modernen Investmentfonds. Auf diese Idee kam er durch seine eigene Erfahrung: Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kaufte er 100 Aktien von jedem Unternehmen, das an der New Yorker Börse unter einem Dollar gehandelt wurde. Nach dem Krieg und dem wirtschaftlichen Aufschwung konnte der US-Amerikaner seine Anteile zum vierfachen Wert veräußern.

Zwar gingen einige Unternehmen pleite, durch die breite Diversifizierung seines Portfolios machte Templeton letztlich aber trotzdem Profit. Seine Strategie war denkbar einfach: er kaufte niedrig und verkaufte hoch. 1954 gründete er den Templeton Growth Fund, einen der – am Anlagevermögen gemessen – weltweit größten Investmentfonds.

6. Thomas Rowe Price Jr.

Growth-Investing ist eine beliebte Strategie, die nach Unternehmen mit starkem Wachstumspotenzial sucht. Der Erfinder Thomas Rowe Price veränderte damit die Welt der Geldanlage. Er erkannte zyklische Veränderungen und konnte sich im Rahmen der Wirtschaftsdepression in den 1920er Jahren ein fundiertes Finanzwissen aneignen. Seine multinationale Investmentfirma T. Rowe Price verwaltet heute mehrere Milliarden US-Dollar.

5. William H. Gross

William H. Gross, der Gründer der Investmentfondsgesellschaft PIMCO (Pacific Investment Management Company), hat sich für seine profitablen Geschäfte mit Anleihen als “King of bonds” (König der Anleihen) einen Namen gemacht. Er verwaltete mit dem rund 239 Milliarden Dollar schweren Total Return Fonds den weltweit volumenstärksten Rentenfonds. In seiner Jugend war er auch durchaus risikobereit: Sein Studium finanzierte er unter anderem als professioneller Black Jack-Spieler.

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4. John Bogle

Im Alter von 45 Jahren gründete John Bogle die international tätige Vanguard Group. Noch bekannter ist der Investor allerdings für die Verbreitung des Indexfonds, also jenen Fonds, welche einen Börsenindex nachbilden und nicht aktiv verwaltet werden. Einer der ersten seiner Art war der “Vanguard 500”. Abgesehen davon hat Bogle auch mehrere erfolgreiche Bücher zum Thema Finanzen und Börse geschrieben.

3. George Soros

Aus einer ärmeren, jüdischen Familie stammend, arbeitete sich George Soros, der als György Schwartz in Ungarn geboren wurde, an die Spitze der Finanzwelt. 1973 gründete er seine private Investmentfirma und zusammen mit Jim Rogers den Quantum Fonds. In den 1990er Jahren wurde er durch Devisenspekulationen, vor allem gegen den britischen Pfund, erstmals einer breiten Massen bekannt. Seitdem ist er auch diversen Verdächtigungen, Verschwörungstheorien und antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt.

2. Warren Buffett

Das “Orakel von Omaha” darf in unserer Liste auf keinen Fall fehlen. Warren Buffett gehört nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch bekanntesten Investoren aller Zeiten. Nachdem ihn sein Dozent Benjamin Graham dazu inspirierte, stieg Buffett in die Investmentbranche ein und arbeitete auch in dessen Firma. 1965 übernahm er ein ausgedientes Textilunternehmen und gründete daraus seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Mit einem Vermögen von über 96 Milliarden US-Dollar ist Buffett einer der zehn reichsten Menschen der Welt. Zugleich kennt man ihn für seinen bescheidenen Lebensstil.

1. Benjamin Graham

Benjamin Graham gilt als Gründervater der Value-Strategie. Sein Buch “Der intelligente Investor” gehört für viele Anleger zur Pflichtlektüre und hat noch immer großen Einfluss auf moderne Investmentstrategien. Graham beschäftigte sich mit Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder der Dividendenrendite, um den inneren Wert einer Aktie zu bestimmen. Seinen Lehren stellten beim damals 19-jährigen Warren Buffett die Weichen für dessen außergewöhnliche Karriere.

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