Shelby Davis: Warum der Investor Bärenmärkte als Chance sah

Shelby Davis: Warum der Investor Bärenmärkte als Chance sah
© Adobe Stock

Bärenmärkte sind nicht zwingend der Albtraum des Investors. Shelby Davis betrachtete die Baisse als eine Möglichkeit auf satte Kursgewinne.

Shelby Davis mag den meisten Menschen nicht so bekannt sein, wie Warren Buffett oder Benjamin Graham. Seine Erfolge sind jedoch nicht weniger beeindruckend. Im Jahr 1947 nahm Davis 50.000 US-Dollar in die Hand, um diese an der Börse zu investieren. Im Jahr 1994, acht Bärenmärkte später, befand sich der Investor bereits in der Forbes 400-Liste – sein Portfolio hatte eine Größe von 900 Millionen Dollar erreicht.

Auch interessant: Trade Republic: So bekommst du eine Gratisaktie im Wert von 200 Euro

Die berühmten Worte des Shelby Davis

Davis, der im Mai 1994 starb, war ein Value-Investor. Das bedeutet, er suchte stets nach Aktien, die unter ihrem eigentlichen Preis verkauft werden. Dementsprechend betrachtete er Bärenmärkte auch nicht als verheerendes Ereignis, sondern als eine Chance, Wertpapiere auf Rabatt kaufen zu können. Passend dazu lautet ein populäres Zitat des Amerikaners:

“Du verdienst den Großteil deines Geldes in einem Bärenmarkt. Du merkst es nur nicht zu der Zeit.”

Was der Investor damit meint? In Bärenmärkten haben Anleger die besten Chancen, Aktien zu Spottpreisen zu finden, da die Kurse fallen. Statt seine Wertpapiere, wie die anderen Investoren, panisch zu veräußern, solle man also lieber auf Shoppingtour gehen. Irgendwann werden die Kurse nämlich wieder ansteigen und dann winken satte Renditen.

Was Davis nicht sagen will, ist, dass du während eines Bärenmarkts blindlings Aktien oder ETFs in deinen Warenkorb werfen solltest. Manche Wertpapiere erreichen auch nach der Baisse nicht wieder ihre alten Kurswerte. Aber häufig findet man während einer Phase der Börsenangst gute Beteiligungen zu besonders günstigen Preisen. Und dann lohnt es sich zuzuschlagen. Auf den Bärenmarkt folgt schließlich der Bullenmarkt.

Übrigens: Der durchschnittliche Bärenmarkt hält im Schnitt nur 1,5 Jahre an. Der Bullenmarkt zieht sich dagegen über durchschnittlich 7 Jahre. Oft erreicht die Börse nach langfristigen Einbrüchen schon wenige Jahre später ein neues Allzeithoch. Langfristig orientierte Anleger sollten die kritischen Zeiten an den Märkten also einfach aussitzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts