Reich durchs Nichtstun: Wie kann man “Geld für sich arbeiten lassen”?

Reich durchs Nichtstun: Wie kann man "Geld für sich arbeiten lassen"?
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Kann man sein Vermögen durchs “Nichtstun” vermehren? Die Antwort lautet “Ja” – wenn ihr euer Geld für euch arbeiten lasst.

Du musst “dein Geld für dich arbeiten lassen”. Diesen Spruch hört man oft von Finanzratgebern. Doch was bedeutet das eigentlich? Ist es nicht so, dass wir für unser Geld arbeiten gehen und nicht andersherum? Für einige Menschen klingt dieser Ratschlag wie eine Pseudo-Weisheit, die in der Praxis nicht funktioniert. Doch tatsächlich steckt dahinter ein wichtiges Prinzip, das jede Person verstehen sollte.

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Wie man “Geld für sich arbeiten lässt”

Wenn Menschen davon sprechen, dass Geld für sie arbeitet, meinen sie damit, dass sich ihr Vermögen vermehrt, ohne dass sie dafür etwas tun müssen. Das nennt sich auch “passives Einkommen.” Tatsächlich kann jeder Mensch passives Einkommen generieren und nicht nur eine “reiche Elite” oder die Oberschicht. Alles was man dafür tun muss, ist Vermögenswerte erwerben.

Vermögenswerte (engl. Assets) sind Anschaffungen, die euch regelmäßig Geld in die Kasse spülen oder über die Zeit in ihrem Wert steigen. Zu den klassischen Vermögenswerten zählen zum Beispiel Aktien und Anleihen. Auch eine Immobilie kann als Vermögenswert gelten. Das Gegenstück dazu sind Verbindlichkeiten, also Anschaffungen, die euch Geld aus der Tasche ziehen und über die Zeit an Wert verlieren. In einer Tabelle wollen wir euch das Konzept anhand mehrerer Beispiele erklären:

VermögenswerteVerbindlichkeiten
AktienAuto
ETFsAbonnements (Netflix, Spotify, etc…)
ImmobilienKreditschulden
AnleihenSteuerschulden
Rohstoffe / EdelmetalleHypotheken
KunstRechnungen

Das schöne an Vermögenswerten ist, dass sie über die Zeit automatisch Geld generieren. Nur das Investment müsst ihr natürlich selbst tätigen. Für welche Vermögenswerte ihr euch entscheidet, hängt von euren Präferenzen, eurer Lebenssituation, eurer Risikobereitschaft und eurer Expertise ab. ETFs zum Beispiel sind viel schneller zu verstehen und weniger risikoreich als Immobilien.

“Geld für sich arbeiten lassen” bedeutet schlussendlich nicht mehr, als Investments zu tätigen. Mit Investments erhaltet ihr Vermögenswerte und diese Vermögenswerte kümmern sich im besten Fall darum, euer Vermögen zu vermehren. Ganz ohne Arbeit kommt ihr hierbei natürlich auch nicht aus. Am Anfang ist es wichtig, die nötige Expertise zu sammeln und das Potenzial eine Investments genauestens abzuwägen. Ist der Samen aber erstmal gepflanzt, könnt ihr eurem Geldbaum ganz entspannt beim wachsen zusehen.

Wenn ihr euer Geld im vollen Maße für euch arbeiten lassen wollt, ist es ratsam, die Macht des Zinseszins zu nutzen. Der Zinseszins, auf Englisch “compound interest”, meint jene Zinsen, die ihr auf eure Zinsen erhaltet. Mithilfe des Effekts könnt ihr euer Vermögen von Zeit zu Zeit erhöhen, ohne dafür einen Mehraufwand zu tätigen. Das Prinzip ist simpel, aber wirksam. Reinvestiert man seine erhaltenen Zinsen Jahr für Jahr, werden die Zinseszinsen immer höher – das nennt man exponentielles Wachstum. Die genaue Wirkungsweise des Zinseszins haben wir bereits in einem anderen Beitrag erklärt.

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