Indexfonds vs. ETFs: Was ist die bessere Wahl für dein Portfolio?

Indexfonds vs. ETFs: Was ist die bessere Wahl für dein Portfolio?
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Wer passiv investieren möchte, kann sich zwischen Indexfonds und ETFs entscheiden. Doch welches der beiden Finanzprodukte ist die bessere Wahl beim Vermögensaufbau?

Die Begriffe Indexfonds und ETF werden häufig synonym zueinander verwendet. Ganz korrekt ist das aber nicht. Obwohl es stimmt, dass die beiden Finanzprodukte große Ähnlichkeiten aufweisen, gibt es doch erkennbare Unterschiede. Anleger, die sich für eine der beiden Geldanlagen entscheiden müssen, sollten diese Differenzen kennen, um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können.

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Indexfonds vs. ETFs: Die Gemeinsamkeiten im Überblick

Bevor wir einen Blick auf die Unterschiede werfen, sollten wir zuerst einmal die Gemeinsamkeiten beider Finanzprodukte aufzählen. Da wäre zum Beispiel die Fondsart. Sowohl Indexfonds als auch ETFs bilden einen Index nach, weshalb man sie auch als passive Fonds bezeichnet. Mit beiden Finanzprodukten können Anleger z.B. an der Kursentwicklung des DAX, des S&P 500 oder des MSCI World teilnehmen.

Auch was die Gebühren angeht, unterscheiden sich die zwei Geschwister kaum. Wie das VermögensZentrum berichtet, betragen die jährlichen Verwaltungsgebühren (Total Expense Ratio, TER) bei ETFs über verschiedene Anlageklassen hinweg durchschnittlich 0,35 Prozent. Bei Indexfonds sind es 0,37 Prozent. Je nach Domizil kann die Stempelsteuer bei ETFs höher ausfallen als bei Indexfonds.

Beide Finanzprodukte gibt es in ausschüttenden und thesaurierenden Varianten. Das heißt: Anleger können sich entweder dazu entscheiden, die Dividenden ihrer Fondsanteile ausschütten zu lassen oder diese in neue Anteile zu investieren, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Die Unterschiede der zwei Geschwister

Der mit Abstand größte Unterschied zwischen Indexfonds und ETFs liegt in der Art, wie die beiden Produkte gehandelt werden. Der Kauf und Verkauf von Indexfonds ist nur einmal täglich über den Fondsanbieter möglich. ETFs hingegen können zu den offiziellen Handelszeiten der Börse gekauft und verkauft werden – aus diesem Grund nennt man sie auch börsennotierte Indexfonds.

Ebenfalls gut zu wissen: ETFs greifen bei der Replikationsmethode, also der Nachbildung eines Indizes, oft auf die physische wie auch auf die synthetische Replikation zurück. Indexfonds nutzen oft nur die physische. Mehr zu den verschiedenen Replikationsmethoden findest du hier.

Deutsche Anleger sollten sich zudem der Tatsache bewusst sein, dass Indexfonds hierzulande nur selten angeboten werden. Im europäischen Bereich haben sich die ETFs zur Indexnachbildung durchgesetzt – und das obwohl sie erst 14 Jahre nach ihrem Geschwisterteil den Markt betraten.

Die Auswahl an Indexfonds ist in Deutschland, verglichen mit den Vereinigten Staaten, recht überschaubar. ETFs gibt es hingegen mehr als 2.000 auf den Handelsplattformen der Bundesrepublik. Der Erwerb ist nicht nur bei oder Banken, sondern auch bei günstigen Neobrokern möglich.

Indexfonds oder ETFs: Was ist die bessere Wahl?

Wenn du passiv und langfristig investieren möchtest, kannst du dich sowohl für einen herkömmlichen Indexfonds wie auch einen ETF entscheiden. Beide Finanzprodukte erfüllen ihre Aufgabe, zu geringen Kosten einen Index nachzubilden. Zudem lässt sich mit beiden Produkten oft eine durchschnittlich höhere Rendite erzielen als mit aktiv gemanagten Fonds – das beweisen zahlreiche Studien der letzten Jahre.

Indexfonds sind dann vorzuziehen, wenn man sich selbst vor emotionalen Fehlentscheidungen bewahren möchte. Da Indexfonds im Gegensatz zu ETFs nur einmal am Tag gehandelt werden können, ist die Hemmschwelle, bei fallenden Börsenkursen zu verkaufen, deutlich geringer. Das ist jedoch nur ein rein psychologischer Vorteil.

Für Anleger aus Deutschland stellt sich der Kauf von ETFs dagegen oft als preiswerter heraus. Schuld daran ist nicht etwa eine versteckte Gebühr bei Indexfonds, sondern die einfache Tatsache, dass ETFs bei Neobrokern gehandelt werden können – Ordergebühren und andere Kosten fallen dort oftmals niedriger aus als bei herkömmlichen Banken. Für Anleger, die auf Neobroker verzichten, spielt dieser Vorteil natürlich keine Rolle.

Hierzulande bietet der Neobroker Trade Republic* ein besonders breites Angebot an ETFs. Die Depoteröffnung ist dort vollkommen kostenlos. Neukunden erhalten derzeit bei ihrem ersten Wertpapierkauf eine Gratisaktie oder einen Gratis-ETF als Geschenk.

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