“House of Gucci”: Wie die Marke vom Kinofilm profitiert

"House of Gucci": Wie die Marke vom Kinofilm profitiert
© Universal Pictures Germany

Bei den Erben der Gucci-Familie kommt “House of Gucci” überhaupt nicht gut an, sie wollen sogar gegen den Film klagen. Das Unternehmen darf sich währenddessen über höhere Absatzzahlen freuen.

Mit “House of Gucci” porträtiert Ridley Scott die Familiengeschichte der Guccis – ungeschönt und düster. Am 2. Dezember kam der neue Film mit Lady Gaga und Adam Driver hierzulande ins Kino. Von Kritikern gab es größtenteils Lob, doch die Erben der Gucci-Familie sind stinksauer und wollen dagegen klagen.

Ganz unverständlich ist das nicht. Immerhin spielen Themen wie Mord und Intrige eine große Rolle im Film und werfen kein gutes Licht auf die Guccis. Zudem soll laut der Familie aus der Protagonistin Patrizia Reggiani, welche von Lady Gaga verkörpert wird und den Modeerben Maurizio Gucci ermorden lässt, fälschlicherweise ein Opfer gemacht worden sein.

“House of Gucci” treibt Suchanfragen nach oben

Das Unternehmen Gucci, das heutzutage nur noch namentlich mit den Erben in Verbindung steht, hält sich zu den Vorwürfen bedeckt. Möglicherweise auch deshalb, weil die Modefirma selbst vom Kinofilm profitiert, wie Recherchen der FAZ nahelegen.

Demnach sollen die Suchanfragen für die Luxusmarke bereits nach der Veröffentlichung des Trailers auf der Shoppingseite Lyst um 173% Prozent gestiegen sein. Vor allem begehrt waren jene Kleidungsstücke, die Lady Gaga im Trailer trug: Ein Kleid mit ausgestellten Schultern und pinkfarbenen Polkatupfen sowie ein weißes Spitzenkleid.

Auch bei der Secondhand-Modeplattform Vestiaire Collective lässt sich ein gestiegenes Interesse an Gucci-Waren beobachten. Dort schossen die Suchanfragen in der Kategorie Taschen um rund 40% in die Höhe. Die Firma kennt natürlich den Grund und nennt dies intern sogar den “House of Gucci”-Effekt. Gucci selbst dürfte ebenfalls höhere Umsätze erreichen, noch sind hierzu aber keine Zahlen bekannt.

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