Elon Musk: Warum der Tesla-Chef nichts von ETFs und Indexfonds hält

Elon Musk: Warum der Tesla-Chef nichts von ETFs und Indexfonds hält
© TED (YouTube)

Von ETFs und Indexfonds sollten Anleger die Finger lassen. Das zumindest meint Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk, der sich eher für einen aktiven Investmentansatz ausspricht.

Elon Musk gilt aktuell als reichster Mann der Welt. Mit einem Vermögen von rund 270 Milliarden US-Dollar übertrifft er selbst Amazon-Gründer Jeff Bezos und Louis Vuitton-CEO Bernard Arnault. Das Herz trägt der Tesla-Chef berühmterweise auf der Zunge. Auch bei der umstrittenen Aktiv-Passiv-Debatte hält sich Musk deshalb nicht zurück.

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Elon Musk über passives Investieren

Allzu oft äußert sich der gebürtige Südafrikaner nicht über die Börsenwelt. Im Mai 2022 jedoch feuerte Musk gleich mehrere Aussagen über ETFs und passives Investieren los. Auf Twitter schrieb er damals, das Wachstum der ETF-Branche sei “zu weit gegangen”. Dazu erklärte der Milliardär, es sollte “eine Rückverlagerung hin zu aktiven Investitionen stattfinden.”

Seine Kritik begründete der Tesla-Chef damit, dass ETF/Indexfonds-Anbieter zu viele Stimmrechte auf sich vereinigen würden. So könnten diese Entscheidungen treffen, die sich “gegen das Interesse der eigentlichen Aktionäre” wenden.

Musk zufolge nehmen Indexfonds einen “zu großen Teil des Gesamtmarktes ein”. Weiter schrieb der Unternehmer, selbst Jack Bogle, Gründer von Vanguard, erkannte dieses Problem kurz vor seinem Tod – und der wusste ja, wovon er sprach.

Zum Verständnis: Jack Bogle ist der Erfinder der Indexfonds. Ganz korrekt scheint Musk die Börsenlegende jedoch nicht verstanden zu haben. Obwohl es stimmt, dass Bogle den Einfluss der ETF-Anbieter, aufgrund der mehrerer Gründe, kritisch beäugte, sprach er sich doch immer für den Kauf kostengünstiger Indexfonds aus.

Wirklich überraschend sind die Aussagen Musks nicht, wenn man bedenkt, dass sein milliardenschweres Unternehmen Tesla jahrelang von Indizes gemieden wurde. Dem S&P 500 trat der Autohersteller erst im Dezember 2020 bei. Ob hinter der Kritik des 51-Jährigen eine persönliche Fehde mit den großen Indexfonds-Anbietern steckt, wissen wir natürlich nicht.

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