Bullen- und Bärenmarkt: Das ist der Unterschied

Bullen- und Bärenmarkt: Das ist der Unterschied
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Der Unterschied zwischen Bullen- und Bärenmarkt ist leicht erklärt. Um die jeweilige Marktphase zu erkennen, müssen Anleger nur einen Blick auf die Aktienkurse werfen.

An der Börse sind nur zwei Tiere von großer Bedeutung: der Bär und der Bulle. Sie kennzeichnen, in welcher Phase seines Lebenszyklus sich der Aktienmarkt befindet. Steigen die Kurse über einen längeren Zeitraum, dann sprechen Anleger von einem Bullenmarkt, fallen sie dauerhaft, so ist von einem Bärenmarkt die Rede. Aber wo zieht man eigentlich die Grenze und warum wurden genau diese beiden Symbole gewählt?

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Was ist ein Bullenmarkt?

Ein Bullenmarkt, auch Hausse genannt, liegt vor, wenn der Großteil der Anleger optimistisch gestimmt ist und die Nachfrage in die Höhe treibt. Orientiert wird sich dabei an den wichtigsten Marktindizes wie zum Beispiel dem deutschen DAX oder dem US-amerikanischen S&P 500, die grob gesagt über die Zeit von mindestens zwei Monaten einen Kursanstieg von 20 Prozent verzeichnen sollten.

Anleger, die davon ausgehen, dass die Kurse zukünftig steigen werden, gelten als Bullen. Ihre Zuversicht trägt auch zur positiven Entwicklung der Konjunktur bei. In einer starken Wirtschaft verfügen die Menschen über ein höheres Kapital für Investitionen und machen dadurch ein massives Wachstum an der Börse möglich. Andererseits können gefährliche Spekulationsblasen entstehen, die meist hohe Verluste in Aussicht setzen.

Was ist ein Bärenmarkt?

Der durchschnittliche Zeitraum eines Bärenmarkts beträgt weniger als 10 Monate. In der Regel sind Bärenmärkte deutlich kürzer als Bullenmärkte, welche gut und gerne mehrere Jahre andauern können. Die sogenannte Baisse (Gegenteil der Hausse) zeichnet sich durch eine niedrige Zuversicht der Investoren und die daraus resultierenden fallenden Kurse aus. Pessimistische Anleger werden als Bären bezeichnet.

Um von einem Bärenmarkt sprechen zu können, müssen die wichtigsten Marktindizes um mindestens 20 Prozent im Vergleich zum letzten Höchststand fallen. Unerfahrene Anleger sollten hier vorsichtig sein, denn die Dauer eines Bärenmarktes lässt sich nur schwer abschätzen. Selbst Börsenprofis haben Schwierigkeiten, in solch einer Lage positive Renditen zu erzielen. Zugleich kann diese Marktphase aber auch als Chance betrachtet werden. Viele legendäre Spekulanten haben ihr Vermögen auf der Basis verheerender Tiefstände aufgebaut.

Warum eigentlich Bulle und Bär?

Genau geklärt ist die Herkunft der beiden Symbole nicht. Allerdings geht man von der Annahme aus, dass das Angriffsverhalten der Tiere für die Namensgebung entscheidend war. Der Bulle simuliert an der Börse den Aufwärtstrend, weil er mit seinen Hörnern von von unten nach oben stößt und vorwärts stürmt, während der Bär mit seinen Pranken von oben nach unten angreift und sich eher schwerfällig bewegt.

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