Bitcoin im freien Fall: Kommt jetzt der Krypto-Winter?

Bitcoin im freien Fall: Kommt jetzt der Krypto-Winter?
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Wer digitale Währungen besitzt, sollte sich auf harte Zeiten einstellen. Zahlreiche Finanzexperten glauben der Krypto-Winter habe bereits begonnen.

Schon seit Wochen versucht der Bitcoin den Boden zu erreichen. Doch umso stärker sich die Anleger ein Comeback zum früheren Allzeithoch wünschen, desto tiefer scheint die Währung zu fallen. Am 18. Juni durchbrach der Bitcoin zum ersten Mal seit fast zwei Jahren die psychologisch wichtige Marke von 20.000 US-Dollar.

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Auch andere Kryptowährungen haben momentan mit schweren Kursverlusten zu kämpfen. Ethereum und andere beliebte Altcoins wie Polygon und Cardano mussten alleine in diesem Jahr zwischen 60 und 80 Prozent ihres Wertes einbüßen. Anleger fürchten sich nun vor dem, was die Finanzwelt als “Krypto-Winter” bezeichnet.

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Krypto-Winter: “Der Markt hat den Effekt der Weltgeschehnisse schon gespürt”

Sogenannte Krypto-Winter gab es in den vergangenen Jahren mehrere. So fühlten sich Anleger zum Beispiel in den Jahren 2014 und 2018 über einen längeren Zeitraum starken Kursverlusten ausgesetzt, bevor Bitcoin und Co. wieder auf ihre alte Spur zurückkehrten. Dem CEO von DBX Digital Ecosystem, Igor Zakharov zufolge, erleben wir gerade eine ähnliche Phase. Tatsächlich habe der Kryptowinter bereits vor einigen Monaten begonnen.

“Der Krypto-Markt hat den Effekt der Weltgeschehnisse schon gespürt, besonders den Russland-Ukraine-Konflikt, welcher in der globalen Finanzwelt für Tumult sorgte” erklärt Zakharov im Gespräch mit Forbes. Weiter verdeutlicht er, dass die Zinserhöhungen in den USA den größten Einfluss auf die Kryptowährungen ausüben. “Zur Zeit als TerraUSD und Luna zusammenbrachen und einen Dominoeffekt in der Krypto-Welt auslösten, hatte der Krypto-Winter bereits begonnen” meint der CEO.

Auch Kavita Gupta, Gründerin des Delta Blockchain-Fonds, glaubt, dass der Krypto-Winter bereits hier sei. In einem Interview mit Bloomberg Technology erklärte sie, dass Bitcoin auf bis zu 14.000 US-Dollar fallen könnte, bevor der nächste Aufstieg beginnt. Ethereum müsse eine ähnliche Kursentwicklung erwarten. Gupta zufolge werde uns der Krypto-Winter voraussichtlich eineinhalb Jahre begleiten.

Derartige Prognosen sollten von Anlegern mit Vorsicht genossen werden. Fakt ist jedoch: Gupta und Zakharov sind nicht die einzigen, die bereits von einem Krypto-Winter sprechen. Eine ganze Reihe Finanzexperten teilen sich den Blick auf die aktuelle Situation. Zuletzt sprach selbst Binance-CEO Changpeng Zhao von einem Desaster am Krypto-Markt. Im Desaster, so glaubt er, lassen sich jedoch auch neue Chancen entdecken.

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