Aufgepasst: Diese psychologische Falle kostet dich deine Aktiengewinne

Aufgepasst: Diese psychologische Falle kostet dich deine Aktiengewinne
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Als ob die Börse nicht schon launisch genug wäre, täuscht uns auch unser Verstand regelmäßig beim investieren. Eine psychologische Falle kann dabei besonders schmerzhaft enden.

Menschen sind in erster Linie emotionale Wesen. Die natürliche Tendenz, mit dem Bauch zu entscheiden, lässt sich nicht einfach deaktivieren. Doch an der Börse können bestimmte Attitüden zu einer gefährlichen Falle werden. So auch das “Overconfidence Bias”, welches uns immer wieder dazu verleitet, die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen.

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Psychologische Falle: Das Overconfidence Bias

Die meisten Menschen überschätzen ihr eigenes Geschick, unabhängig davon ob es jetzt um Sport geht oder die persönlichen Finanzen. Eine Studie der AAA-Foundation aus den Vereinigten Staaten kam zu dem Ergebnis, dass sich 73% der Amerikaner als überdurchschnittlich-gute Autofahrer einstufen. Besonders Männer fallen der Overconfidence Bias regelmäßig zum Opfer. An den Finanzmärkten äußert sich das psychologische Phänomen, wenn Anleger glauben, sie können mit einem geringen Maß an Expertise den Markt schlagen.

Das Overconfidence Bias gaukelt unserem Verstand vor, die anderen seien bloß nicht so kompetent wie wir und können deswegen keine überdurchschnittlichen Renditen erzielen. Das wiederum führt uns dazu, höhere Risiken einzugehen. Tatsächlich haben aber selbst professionelle Investoren mit einem Informationsvorsprung noch Probleme damit, langfristig den Markt zu schlagen. Wie ein Bericht von Morningstar aus dem Jahr 2020 zeigt, konnten nur 23% der aktiven Fondsmanager in den letzten 10 Jahren ihre Benchmark übertreffen.

Wie sich das Bias vermeiden lässt

Die meisten Anleger sind besser damit beraten, den Ball flach zu halten und erstmal keine riskanten Investments zu tätigen. Ansonsten kann sich das Ergebnis schnell auf dem Kontostand bemerkbar machen. Um mit klarem Verstand investieren zu können, sollte man sich die eigene Selbstüberschätzung vor Augen führen.

Besonders gefährlich wird das Overconfidence Bias gepaart mit Gier und einem übermäßigen Gefühl von Kontrolle. Der erste Schritt, um den psychologischen Fallstrick zu umgehen, ist die eigene Fehlbarkeit überhaupt erstmal anzuerkennen. So erweitert sich dein Blick und du bist in der Lage, objektivere Entscheidungen zu treffen. Im zweiten Schritt solltest du ein “Premortem” durchführen.

Der Prozess, erfunden vom Wirtschafts-Nobelpreisträger und Psychologen Daniel Kahneman besagt, dass du potenzielle Ergebnisse aus einer zukünftigen Perspektive betrachten solltest. Stell dir zuerst vor, du hast ein Investment getätigt und nach 5, 10 oder 20 Jahren positive Renditen erzielt. Jetzt überlege dir die Gründe, warum deine Anlagestrategie so gut performt hat. Als nächstes stellst du dir vor, deine Anlagestrategie sei fehlgeschlagen. Auch hier denkst du wieder über die Gründe nach. Diese geistige Übung hilft dir dabei, mögliche Risiken zu erkennen, welche dir in deinem übermäßigen Optimismus gar nicht aufgefallen wären.

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