Ab welchem Betrag lohnt es sich, Geld in Aktien zu investieren?

Ab welchem Betrag lohnt es sich, Geld in Aktien zu investieren?
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Kann man schon mit wenigen hundert Euro an die Aktien-Börse gehen? Wir liefern euch die Antwort auf die Frage nach dem nötigen Investmentkapital.

Um das Thema “Aktien” ranken sich genauso viele Mythen wie Unwahrheiten. Die meisten davon sind heutzutage entweder nicht mehr aktuell oder waren schon immer falsch. Leider sind viele dieser Klischees fest in den Köpfen der Menschen verankert, was dazu führt, dass die Finger gleich ganz von den “brandgefährlichen Investments” gelassen werden. Dabei kann man schon mit wenig Geld und einem geringen Risiko an der Börse durchstarten.

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Die Aussage “nur Reiche investieren an der Börse” dürfte einigen von euch bekannt vorkommen. Der Spruch stammt aus einer Zeit, in der die Zinsen in Deutschland höher waren und Anlagen auf dem Sparkonto bessere Renditen abwarfen. Schon damals entsprach dieser Satz nicht der Wahrheit – heute noch weniger. Immer mehr Menschen, auch aus der Mitte der Gesellschaft, entscheiden sich aus gutem Grund dazu, ihre finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Vor allem Aktien sind über die letzten Jahrzehnte ein immer beliebteres Finanzprodukt der Deutschen geworden. Dank Online-Brokern und geringen Transaktionsgebühren kann man heutzutage schon mit kleinsten Summen ein Depot führen. Doch ab welchem Betrag lohnt sich ein Investment?

Wie viel Geld braucht man, um in Aktien zu investieren?

Die Antwort auf diese Frage ist vielseitig. Wie viel Geld man schlussendlich zur Hand nehmen sollte, hängt ganz davon ab, welche Aktien man kauft und wie viele davon. Zur Erklärung: Eine Telekom-Aktie kostet aktuell rund 16 Euro während eine Amazon-Aktie 3.000 Euro wert ist. Wenn du 3.000 Euro zur Verfügung hättest könntest du dir zwar 188 Anteilsscheine von Telekom kaufen, aber nur einen von Amazon.

Mit einer solchen Summe macht es wenig Sinn, ein Investment in Amazon zu tätigen, da einem schlichtweg die Diversifikation, also die Streuung, fehlt. Statt das gesamte Geld nur in ein einziges Unternehmen zu stecken, lohnt es sich, die 3.000 Euro auf verschiedene Aktien aufzuteilen, um so das Risiko hoher Verluste zu verringern. Je höher der Geldbetrag, umso höher die Flexibilität bei der Aktienauswahl.

Die Mehrheit der Aktien sind deutlich günstiger als die von Amazon. Im DAX finden sich die meisten Wertpapiere in einer Preisspanne von 50-200 Euro wieder. Hier kann man sich schon mit einem Betrag von 1.000 Euro ein relativ sicheres Portfolio aufbauen. Wer sich besonders preiswerte Finanzprodukte zulegt, kann theoretisch schon mit 100 Euro ein diversifiziertes Depot führen – allerdings würden Gebühren eurer Bank oder eures Brokers den Ertrag dann so stark schmälern, dass kaum noch Gewinne übrigbleiben. Denkt also immer auch an Transaktionsgebühren und andere zusätzliche Kosten, die beim Börsenhandel auf euch zukommen.

Info: Wer in Einzelaktien investiert, sollte mindestens 1.000 Euro zur Verfügung haben, um für Diversifikation und Flexibilität zu sorgen.

ETFs für eine günstige und risikoarme Geldanlage

Natürlich hat nicht jeder Mensch vierstellige Beträge zur Verfügung, die er ganz sorglos in ein halbes Dutzend Aktien investieren kann. Vielleicht möchtet ihr auch nicht auf einen Schlag so viel Geld ausgeben, weil euch das Risiko einschüchtert und ihr auf dem Aktienmarkt noch keine Erfahrung gesammelt habt. In solch einem Fall lohnt es sich, in einen ETF zu investieren.

Bei einem ETF (Exchange Traded Fund) handelt sich um ein Investmentfonds, das einen bestimmten Index (DAX, Dow Jones, MSCI World) abbildet. In einem solche Fonds sind für gewöhnlich mehrere Aktien enthalten, sodass der Anleger diese nicht selbst und einzeln erwerben muss. Börsianer erklären ETFs oft wie folgt: Ist eine Aktie wie eine Blume zu betrachten, dann ist der ETF ein Blumenstrauß.

Mit dem Kauf eines einzigen ETF, wie zum Beispiel dem berühmten MSCI World, erhält man Anteile von rund 1.600 Unternehmen aus der ganzen Welt. Ein solcher ETF kann schon für wenig Geld erworben werden und ist deutlich sicherer als der Kauf von Einzelaktien. Die Renditen lagen in den letzten Jahren bei knapp 8% pro Jahr. Wer in regelmäßigen Abständen kleine Beträge in einen solchen ETF investieren möchte, dem empfehlen wir, einen Sparplan einzurichten.

Viele ETF-Sparpläne sind heutzutage kostenlos. Oft kann man bereits kleine Beträge (25 Euro) monatlich anlegen und damit in ein breitgestreutes Angebot an Wertpapieren investieren. Wer das über mehrere Jahre durchzieht und sich nicht von kurzfristigen Kursschwankungen verunsichern lässt, kann sich im besten Fall auf eine satte Vermehrung seines Vermögens freuen. Für eine möglichst günstige Geldanlage empfehlen wir euch die ETF-Sparpläne von Scalable Capital*.

Info: Mit einem ETF-Sparplan kann man als unerfahrener Anleger nur wenig falsch machen. Mit bereits 25 Euro pro Monat lässt sich ein relativ sicheres Portfolio mit guten Renditechancen aufbauen. Unsere Buchempfehlung zum Thema ETFs: Die Faulbär-Strategie zur Million*

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