5 knallharte Tatsachen über die Börse, die dir klar sein sollten

5 knallharte Tatsachen über die Börse, die dir klar sein sollten
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Die Börse kennt keine Gnade mit ihren Anlegern. Wer investieren möchte, sollte deshalb über die wichtigsten Prinzipien Bescheid wissen.

Was die Börse ist, könnten die meisten Menschen in wenigen Sätzen erklären. Doch geht es um den Charakter derselben, wird es schon schwieriger. Kein Wunder: Immerhin sind sich selbst Ökonomen nicht einig, was die großen Fragen des Aktienhandels angeht. So streitet man sich bspw. schon seit dem Auftauchen der Markteffizienzhypothese im Jahr 1970 darüber, ob man den Markt langfristig schlagen könne, oder nicht.

Dennoch gibt es Dinge über die Börse, die man kaum bestreiten kann. Diese Fakten, wie man sie aus jahrzehntelangen Beobachtungen der Märkte gewinnen konnte, sollten für Anleger von großem Interesse sein. Schließlich wird Unwissen an den Märkten teuer bestraft. Die folgenden 5 Tatsachen sind besonders wichtig für dein Börsenglück:

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1. Die Börse ist irrational

Die Aktienkurse an der Börse werden durch Menschen bestimmt. Dementsprechend spielen neben Rationalität auch Emotionen eine große Rolle bei der Entstehung der Kurse. Einige Finanzexperten unterscheiden grundlegend zwischen zwei Emotionen, wenn es um den Aktienhandel geht: Gier und Angst.

Kommt es zu einer gierigen Stimmung, steigen die Kurse, wodurch möglicherweise ein Bullenmarkt entsteht. Nimmt die Gier kein Ende, kann es auch eine Spekulationsblase geben. Sind die Anleger gerade ängstlich, fallen die Kurse, wodurch möglicherweise ein Bärenmarkt entsteht.

In beiden Fällen können sich die Aktienkurse stark von ihrem fairen Wert entkoppeln Die Kennzahlen eines Unternehmens stehen dann nur noch bedingt im Zusammenhang mit den Preisen der herausgegebenen Wertpapiere. Manchmal ist das von Vorteil für die Anleger. Doch bedenke: Früher oder später korrigiert sich die Börse selbst. Kurs und fairer Wert liegen dann wieder näher beieinander. Wann es dazu kommt, weiß leider niemand.

2. Du kannst den Markt nicht timen

Der Markt lässt sich nicht timen – zumindest nicht langfristig. Den “richtigen” Ein- Ausstiegspunkt zu erwischen, hat mehr mit Glück und weniger mit Können zu tun. Ob eine Aktie morgen tiefer in ihrem Kurs liegt als heute noch, lässt sich in den meisten Fällen nicht vorhersehen.

Einer der größten Anlegerfehler besteht darin, auf eine Situation zu warten, die vielleicht gar nicht oder erst viel zu spät eintritt. Statt eine Aktie bzw. einen ETF zu kaufen wird dann gewartet, gewartet und noch länger gewartet. Nach einiger Zeit merkt man dann, dass man durch die ganze Warterei satte Kursgewinne verpasst hat.

So oder so ähnlich werden es viele Anleger schon erlebt haben. Damit dir das erspart bleibt, solltest du das Markttiming als feste Börsenstrategie abschreiben. Besser ist es, wenn du regelmäßig die gleiche Summe investierst. Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens handelst du vollkommen ohne Emotionen. Zweitens kaufst du bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger. Am Ende ergibt sich dadurch ein Kostendurchschnitt, der weder besonders hoch, noch besonders niedrig ausfällt.

3. An der Börse wird die Zukunft gehandelt

Börsianer leben nicht im Hier und Jetzt, sie schauen in die Zukunft. Zinserhöhungen, die von der Zentralbank noch gar nicht beschlossen wurden, können den Kurs drücken. Umgekehrt können die Prognosen eines Wirtschaftsbooms die Kurse vorzeitig steigen lassen. Trifft ein Geschehnis dann tatsächlich ein, ändert sich nichts am Markt, da die Erwartungen erfüllt wurden. Finanzexperten gehen davon aus, dass die Börse etwa sechs bis zwölf Monate in die Zukunft blickt.

4. Kurzfristig ist die Börse ein Casino, langfristig ein Goldesel

Weiter oben haben wir bereits erklärt, dass die Börse oft nicht rational handelt. Dementsprechend schwierig ist es, vorauszusagen, wo ein Kurs in einer Woche oder drei Monaten steht. Auf lange Sicht folgen die Märkte jedoch einem Aufwärtstrend, was dadurch bedingt ist, dass Bullenmärkte im Schnitt länger anhalten als Bärenmärkte.

Ein Beispiel gefällig? Seit Ende 1987 erzielte der MSCI World-Index eine durchschnittliche Jahresrendite von 7,9 Prozent. In diesem Zeitraum durchlebte der Index gleich mehrere Krisen, darunter das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, die Finanzkrise 2008 und die Corona-Krise. Der DAX sah sich ebenfalls all diesen Gefahren ausgesetzt. Trotzdem erzielte auch er langfristig eine positive Rendite.

Wer sein Geld an der Börse investieren möchte, sollte Geduld mitbringen. Mit einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren kann man nur wenig falsch machen.

5. Diversifikation ist das A und O

Die Möglichkeit, dass ein Unternehmen insolvent geht oder starke Verluste einfährt, ist immer gegeben. Wer nur wenige Aktien besitzt, wird einen solchen Fall hart zu spüren bekommen. Wer jedoch mehrere Aktien kauft, bestenfalls noch aus unterschiedlichen Ländern und Branchen, steht deutlich besser da. Der Kursverlust der einen Aktie kann schließlich durch die Kurssteigerungen der anderen ausgeglichen werden. Dieses Prinzip nennt man auch Diversifikation.

Die beste Art, eine möglichst breite Diversifikation zu erreichen, stellen ETFs dar. Die Exchange Traded Funds, wie sie ausgeschrieben heißen, bilden die Wertentwicklung eines Index nach. Das kann z.B. der Weltaktien-Index MSCI World sein. ETFs kannst du beim Online-Broker Trade Republic* kaufen. Für die Erstellung eines Sparplans erhältst du dort außerdem eine Gratisaktie.

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