4 Tipps, wie du dich in einem Bärenmarkt verhalten solltest

4 Tipps, wie du dich in einem Bärenmarkt verhalten solltest
© Pexels

Ein Bärenmarkt ist immer furchteinflößend. Mit den folgenden 4 Tipps hast du jedoch gute Chancen, auch die schlimmsten Marktphasen durchzustehen.

Das Wort “Bullenmarkt” beschreibt einen Zustand an der Börse, in welchem die Kurse anhaltend wachsen. Der Bulle stößt mit seinen Hörnern in die Luft und symbolisiert damit die steigenden Kurse. Ein “Bärenmarkt” stellt das absolute Gegenteil dar. Anleger fürchten sich vor dem Bären, der mit seiner Pranke nach unten schlägt und damit die fallenden Kurse symbolisiert. Ein solches Marktumfeld kann nur mit der richtigen Strategie bewältigt werden.

Verkaufe deine Aktien nicht

Ein Bärenmarkt lässt dein ganzes Portfolio in einem furchterregenden Rot leuchten. Das bedeutet jedoch nicht, dass du alle deine Unternehmensanteile blitzartig verkaufen solltest. Schlechte Marktbedingungen kommen und gehen. Das gilt auch für den Bärenmarkt, der Börsianer über lange Zeiträume in Panik versetzt. Wenn du eine qualitative Aktie gekauft hast, die dich fundamental überzeugt, sollten fallende Börsenkurse kein Verkaufsgrund sein. Im Gegenteil: Tiefe Kurse könnten sogar noch als Einstiegsmöglichkeit dienen.

Geduld ist das A und O an der Börse. Widerstehe der Versuchung, deine Aktien zu verkaufen und folge nicht der panischen Herde. Deine Standhaftigkeit wird sich auszahlen, wenn die Kurse wieder steigen. Übrigens: Während ein Bullenmarkt im Schnitt sieben Jahre anhält, zieht sich ein Bärenmarkt nur 1,5 Jahre lang. Wer langfristig investiert, muss beim Anblick des Bären also kaum die Flucht ergreifen.

Auch interessant: Wann spricht man von einem Börsencrash?

Versuche nicht, den Markt zu timen

Den Markt “timen” zu wollen ist immer eine schlechte Idee, nicht nur im Bärenmarkt. Wenn ein Kurs bereits tief gefallen ist, sitzen viele Anleger dem Irrglauben auf, er könne nun nicht tiefer fallen. Doch die Wahrheit ist: Niemand weiß, wann ein Börsenkurs seinen Boden erreicht. Vielleicht verliert eine Aktie 20% ihres Wertes, vielleicht aber auch 40%, 60% oder 80%. Den richtigen Zeitpunkt in einer Baisse zu erwischen, ist unmöglich, sofern man keine Glaskugel besitzt.

Das bedeutet nicht, dass du niedrige Kurse nicht zu deinem Vorteil nutzen kannst. Wichtig ist nur, dass du dich von der Vorstellung des “perfekten Einstiegszeitpunkts” verabschiedest. Stattdessen solltest du regelmäßig investieren und den Cost Average Effekt ausspielen. Der Cost Average Effekt, auf Deutsch auch Durchschnittskosteneffekt genannt, kommt zum Einsatz, wenn du eine Aktie nicht einmalig kaufst, sondern kontinuierlich ähnlich große Summen an Geld investierst. Er hilft dir dabei, nicht zu stark von einzelnen Kursschwankungen abhängig zu sein. Der Cost Average Effekt kann problemlos mit einem Sparplan* umgesetzt werden.

Diversifiziere dein Portfolio

Ein diversifiziertes Portfolio kann deine Verluste im Bärenmarkt stark eingrenzen. Dadurch, dass du dein Kapital auf mehrere Wertpapiere aufteilst, sinkt das Risiko, Opfer extremer Kursschwankungen zu werden. Diversifikation ist kein Hexenwerk und funktioniert ganz einfach. Mit einem Weltaktien-ETF kannst du in zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen investieren, ohne dafür horrende Gebühren zu zahlen.

Risikostreuung sollte immer Teil deiner Investment-Strategie sein, ob Bärenmarkt oder nicht. Wie stark du dein Portfolio diversifizierst, hängt ganz von deiner Risikobereitschaft ab. Vielen Menschen reicht ein breitgestreutes Aktieninvestment, um ruhig schlafen zu können. Wenn du deine Abhängigkeit von der Börse jedoch minimieren möchtest, solltest du deinem Portfolio noch weitere Anlageklassen hinzufügen. Investoren mischen ihrem Portfolio oftmals Anleihen bei, da sich deren Preise für gewöhnlich gegensätzlich denen des Aktienmarkts entwickeln.

Ignoriere den Lärm

Angst ist ein schlechter Berater. Auch wenn im Bärenmarkt alle Welt in Panik gerät, solltest du Ruhe bewahren und weiter deiner ursprünglichen Investment-Philosophie folgen. Negative Nachrichten sollten dich nicht aus dem Konzept bringen. Im besten Fall ignorierst du den Lärm an der Börse vollkommen, lehnst dich zurück und gönnst dir eine Tasse Tee. Das ist immer noch sinnvoller, als der Menge zu folgen und alle deine Anteile zu veräußern. Der legendäre Finanzguru André Kostolany sagt einmal: “Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.” In einem Bärenmarkt sollte dieser Spruch tagtäglich rezitiert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts